CSU und ihr Blick hinter die Fassade der Grünen

Nach dem ersten Anschauen des Videos “Ein Blick hinter die Fassade der Grünen” mag es schwer fallen zu glauben, dass es sich dabei wirklich um einen offiziellen ‘Beitrag’ einer Partei handelt, die noch mehr oder weniger die Kontrolle über das größte Bundesland hat, ja sogar an der bundesdeutschen Regierung beteiligt ist.


[via netzpolitik.org]

Aber ein Blick auf deren Website und den zugehörigen YouTube Channel bestätigen leider die Befürchtung. Laut Generalsekretär Alexander Dobrindt soll damit die “Pseudo-bürgerliche Fassade der Grünen demaskieren” werden.

Böse Zungen die auch schon seit längerem behaupten mögen, dass sich die CSU auf all Ihren Bierzelt-Wahlveranstaltungen dumm gesoffen hat, gehen vielleicht etwas zu weit. Aber zumindest spricht dieses Video und auch die auf der Website verlinkten Plakatkampagnen in Text und Bild sehr dafür, dass die ehemalige bayerische Volkspartei auch den letzten Funken an Kreativität und ernst zu nehmenden politischen Argumentationsvermögen verloren hat. Ok … das war auch noch nie Ihre Stärke, wie man zum Beispiel bei den Kommunalwahlen in München 2008 gesehen hat.

Aber vielleicht ist es auch nur ein letztes Aufbäumen, um in Zeiten des bösen Internets und der YouTube Junkies doch noch den ein oder anderen potentiellen Unterstützer zumindest auf diesem Wege werben zu können.

Bleibt abzuwarten, wer am Ende alleine im Wald steht. Da soll es ja gerade in Bayern ziemlich viel davon geben …

Update (31.01.2011): Die Seite der Kampagne auf der CSU Homepage gibt es nicht mehr – “Seite nicht gefunden (Fehler 404)” – die hier verlinkten Plakate sowie das Video bei YouTube sind aber noch vorhanden. Traurig, wenn der digitale Radiergummi von Frau Aigner nicht mal auf der eigenen Homepage funktioniert. Ein guter Remix des Videos kommt vom ZDF: “Ein Landrat steht im Bierzelt, ganz blau und du..”.

Bundestagswahl: Die Standpunkte der Parteien zu Freier Software

FSFE Wer zur Bundestagswahl noch unentschlossen ist und bei der Wahl auch die Position der Parteien und deren Kandidaten zu Freier Software berücksichtigen möchte, kann hier fündig werden. Auf Initiative der Free Software Foundation Europe (FSFE) wurden die Kandidaten zu Ihrem Standpunkt im Hinblick auf den Einsatz und der Unterstützung freier Software befragt. Des weiteren wurden von der FSFE die einzelnen Parteiprogramme diesbezüglich analysiert und zusammengefasst.

Nur bei Bündnis 90/Die Grünen sind freie Software, offene Standards und freie Lizenzen fester Bestandteil des Parteiprogrammes.

Verwunderlich ist es schon ein bisschen, dass gerade bei den Piraten – einer Partei, die dem digitalen Raum entstammt und sich auch nur exklusiv mit diesem beschäftigt – nicht besonders viel zu freier Software gesagt wird. Eigentlich alle ihre Ziele habe irgendwo etwas mit freier Software zu tun bzw. sind nur mit solcher zu erreichen … deshalb sollte sie eigentlich einen zentralen Punkt im Parteiprogramm einnehmen. Aber die Piraten sind eben auch nur eine “Klientel-/Themenpartei” und nicht mehr …